Bühne Mörel 2020
Künstlerische Leitung/ Regie: Bernadette Wintsch-Heinen, Mani Wintsch
Autor: Brian Friel nach Iwan Turgenjew
Übersetzung Walliserdeutsch: Beat Heinen
Wo liegt der Grat zwischen Idealismus und Pragmatismus, zwischen innerer Revolte und äusserer Anpassung, zwischen Bedingungslosigkeit und Kompromiss? Themen, die uns im Stück begegnen.
Väter und Söhne beschäftigt sich mit dem ewig aktuellen Konflikt zwischen Jung und Alt. Es erzählt vom Verändern und Bewahren. Wonach streben? Und was bleibt vom eigenen Wirken in der Welt? Und was für eine Welt hinterlassen die „Alten“ den „Jungen“?
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„Wozu festhalten an Idealen, an Werten? Ist doch alles falsche Romantik – also weg damit. Sie ziehen die gesamte gesellschaftliche Ordnung in Zweifel, sämtliche traditionellen Werte und Konventionen, die gesamte Kunst und Kultur, die Poesie und, ja, auch die Liebe. Von der bleibt nur der Sex.“ Die Freunde Basarow und Arkadi sind Teil einer Jugendbewegung, die Russland Mitte des 19. Jahrhunderts vom Kopf auf die Füsse stellen will. Basarow, Medizinstudent aus Petersburg ist Nihilist und als solcher Teil dieser radikal-liberalen Jugendbewegung. Als er seinen Freund Arkadi auf dessen Heimreise zum väterlichen Gut begleitet, verliebt er sich in die junge Witwe Anna- was ihn existenziell erschüttert. Sollten die alten Wahrheiten der Väter etwa noch gelten? Dies herauszufinden, offenbart sich Basarow nur ein einziger vernünftiger Weg: erst Konfrontation, dann Kollision.
buehne-moerel.ch​​​​​​​
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